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	<title>Eva-Maria Hanke &#124; Den eigenen Weg und Wert wiederfinden</title>
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	<description>Beratende Begleitung für lösungsorientierte Menschen.</description>
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		<title>Dankbarkeit und Wertschätzung</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Mar 2009 00:07:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Hanke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leserin, lieber Leser, heute möchte ich noch einmal über die Dankbarkeit schreiben, die ich neben der Liebe für den größten Motor halte, wenn man es sich wohlergehen lassen möchte (s. &#8220;Über Mich&#8221;). Schwierige Situationen gibt es natürlich immer mal im normalen Alltagsleben &#8211; manchmal mehr, manchmal weniger. Dennoch!! ist es immer möglich, sich auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Liebe Leserin, lieber Leser,</strong></p>

<p>heute möchte ich noch einmal über die Dankbarkeit schreiben, die ich neben der Liebe für den größten Motor halte, wenn man es sich wohlergehen lassen möchte (s. &#8220;Über Mich&#8221;).</p>

<p>Schwierige Situationen gibt es natürlich immer mal im normalen Alltagsleben &#8211; manchmal mehr, manchmal weniger. Dennoch!! ist es immer möglich, sich auf all das zu besinnen, was man tatsächlich schon alles hat.</p>

<p>Wie meine Kunden bereits von mir wissen, ist mir nicht daran gelegen, sich irgend etwas schön zu reden. Bei mir jedenfalls klappt das nicht sonderlich gut. Es fällt mir doch gehörig schwer, wenn ich etwas ganz und gar nicht mag, mir affirmativ einzureden, dass das alles ganz schön toll ist. Wissen Sie, was ich meine? Eher fühle ich mich dann noch unwohler.</p>

<p>Was ich meine ist, dass man zu jeder Zeit und Stunde sich bewusst machen kann, von wem und von was man umgeben ist und was man sehr gerne hat.</p>

<p><strong>Probieren Sie es an einem einfachen Beispiel:</strong></p>

<p>Sie hadern mit Ihrer Beziehung zu einem Menschen, den Sie ansich sehr mögen. Aber dieser Mensch tut oder unterlässt oftmals Dinge, die Sie nicht mögen bzw. die Sie gerne hätten. Nun beanstanden Sie dies permanent, weil es Ihnen einfach auf die Nerven geht oder weil Sie es nicht verstehen, dass das so ist und weshalb dieser Mensch es nicht verändert, wenn Sie ihn darum bitten. Ja, diese Beziehungsdiskussionen sind gut gemeint, weil sie ja die Beziehung erhalten sollen. Aber kommen Sie damit tatsächlich weiter? Oder findet nicht manchmal schon fast genau das Gegenteil statt?</p>

<p><strong>Also die Aufgabe dazu:</p>

<p></strong>Nehmen Sie Zettel und Stift und machen Sie sich eine Liste von allen Dingen, die Sie in dieser Beziehung haben und genießen. Es kommt im Moment noch nicht auf die Häufigkeit dieser angenehmen Begebenheiten an, sondern vielmehr, dass es sie gibt! Ebenso wie die positiven Eigenschaften dieses Menschen, die einfach vorhanden sind und weswegen Sie diese Freundschaft oder Beziehung überhaupt angefangen haben. Spüren Sie einfach mal nach, was Sie sehr mögen. Was glauben Sie? Wird die Beziehung durch Diskussionen und Forderungen schöner und harmonischer oder vielleicht eher, indem Sie sich auf das erlebte Schöne besinnen? Finden Sie es heraus!</p>

<p><strong>Ein Tipp am Rande:</strong>
Legen Sie sich ein schönes Buch zu, in dem Sie ausschließlich Ihre Dankbarkeitslisten führen, schöne Begebenheiten, konstruktive Gedanken etc. eintragen.</p>

<p>Es ist egal, welchen Lebensbereich Sie wählen. In nahezu jeder Lage kann man sich erinnern, was einem Freude bereitet, womit man sich wohlfühlt, was man alles hat, was man erreicht hat, was es zu genießen gibt&#8230;Gesundheit, Natur, Berufliches, Privates, Freundschaften, Materielles etc. Und zwar losgelöst von dem, worüber man sich gerade ärgert oder weswegen man gerade Sorgen hat.</p>

<p>Das nicht geheime Geheimnis ist, dass man es in gewisser Weise voneinander trennen kann: Was blöd ist, ist blöd. Punkt. Was schön ist oder was man mag, mag man. Punkt. Ich fände es ja schön, aber&#8230;Das hilft der Stimmung nicht wirklich. So entgeht einem der Blick auch für die angenehmen Seiten des Lebens. Was wirklich immer hilfreich ist, ist die Vorfreude zu mobilisieren (bei mir hilft da oft schon der Gedanke an einen Coffee-to-go ;-) oder der Gedanke und die Freude auf den Abend und ein gutes Buch).</p>

<p>Also Gedanken alleine bringen Sie noch nicht dahin, wohin Sie sich wünschen. Ein Beispiel inbezug auf das weitverbreitete Bestellen eines Parkplatzes: Wenn ich das versucht habe, dann sagte doch immer so eine leise, aber dennoch durchdringende Stimme &#8220;Das klappt doch sowieso nicht&#8221;. Seit ich den Gedanken verändert habe und mir mein Gefühl bestätigt, dass ich es liebe, in der Nähe meiner Haustür einen Parkplatz zu haben, klappt es tatsächlich. Und warum? Tja, das eine habe ich mir nicht geglaubt, weil die Erfahrungen mehrfach dagegen gesprochen haben. Das andere entspricht ohne Wenn und Aber meiner Wahrheit ohne irgendeinen (Leistungs-) Anspruch.</p>

<p>Die fließende Balance von Gedanken und Gefühlen bringt dann auch wieder in den wunderbaren Bereich der Lust an der Realitätsgestaltung.</p>

<p><strong>Noch eine Übung:</strong></p>

<p>Setzen Sie sich am Tagesende einmal hin und schreiben Sie auf, was an dem Tag alles angenehm für Sie war: das kurze Gespräch mit XY; der Autofahrer, der Ihnen freundlich zugelächelt und Ihnen die Vorfahrt gewährt hat; eine nette SMS; der Feierabend auf den Sie sich gefreut haben; ein gedeckter Tisch; ein guter Film; eine duftende Tasse Kaffee; der Wind, die Sonne oder was auch immer Sie in der Natur besonders mögen; eine Aufgabe an der Arbeit, die Sie gut gelöst haben etc.</p>

<p>Bei dieser Liste lassen Sie mal alles außen vor, was Ihnen normalerweise am Abend sagt: Das war ein anstrengender oder schlimmer Tag (vielleicht weil das Auto kaputt war oder Sie umsonst rumtelefoniert haben, irgend etwas sehr hektisch war etc.). Natürlich hat es diese Erlebnisse dann gegeben. Nur ist die sonstige Wahrnehmung am Tagesende, dass der Tag einfach Mist war. Lenken Sie aber die Aufmerksamkeit auf die kleinen, aber feinen Dinge, die dennoch angenehm waren, werden Sie etwas anderes erleben: Da war noch ganz, ganz viel anderes als Hektik und Stress. Probieren Sie es mal aus und wundern Sie sich, was dieser Tag alles hergegeben hat!</p>

<p>Nahezu jeder Mensch hängt an seinem Leben. Wieso wird dann sooft und Tag für Tag das Leben so wenig gewürdigt, als sei alles einfach nur schrecklich und stressig? Dies ist für mich weniger ein moralischer Aspekt, als ein Hinweis darauf, dass ich es mir jederzeit besser gehen lassen kann und will.</p>

<p>Machen Sie Ihre Dankbarkeitsliste für Ihr Leben unendlich lang! Listen Sie alles auf, was Ihnen einfällt &#8211; jede noch so kleine Kleinigkeit, die Ihnen Freude bereitet &#8211; und Sie werden sehen, was da also so passiert&#8230;</p>

<p>Es lohnt sich nicht nur bei kleineren Mißstimmungen. Gerade in schwereren Zeiten bewähren sich die Dankbarkeit und die Wertschätzung ganz besonders. Durch ein verbessertes Wohlbefinden nicht nur auf psychischer Ebene, sondern auch auf körperlicher Ebene, gewinnt man an Kraft, um angemessen mit Problemen umzugehen.</p>

<p>So, nun habe ich meine lange Blog-Pause wortgewaltig wieder ausgeglichen ;-)</p>

<p><strong>Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Dankbarkeitspunktesammeln!
</strong></p>

<p>Ich grüße Sie herzlich.</p>

<p><strong>Eva-Maria Hanke
</strong></p>

<p><strong>Der nächste Seminartermin zu diesem Thema findet am Samstag, 18.04.09 von 10.00h bis 17.00h statt.</strong></p>

<p>Die Arbeit findet wie immer in einer kleinen Gruppe von bis zu drei Teilnehmern statt. <strong>Seminargebühr: 150,- €</strong>. Ihre Anmeldung können Sie unter dem Menuepunkt <strong>Kontakt</strong> an mich richten.</p>
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		<title>Zuerst kommt immer die Wertschätzung sich selbst gegenüber…</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Aug 2008 14:28:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Hanke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich kann in meiner Arbeit mit Menschen immer wieder das Phänomen beobachten, dass trotz des starken Willens und tiefen Wunsches Veränderungen ins Leben zu rufen, die Vorwärtsbewegungen und Verbesserungen ab einem gewissen Punkt zunächst erstmal stagnieren. Früher war mir nicht ganz klar, was da passiert. Ich war überrascht. Da bewegt sich ein Mensch mit voller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann in meiner Arbeit mit Menschen immer wieder das Phänomen beobachten, dass trotz des starken Willens und tiefen Wunsches Veränderungen ins Leben zu rufen, die Vorwärtsbewegungen und Verbesserungen ab einem gewissen Punkt zunächst erstmal stagnieren.</p>

<p>Früher war mir nicht ganz klar, was da passiert. Ich war überrascht. Da bewegt sich ein Mensch mit voller Kraft und Lust voraus und dann plötzlich scheint nichts mehr zu funktionieren, alles wieder wie vorher &#8211; „Hilft ja doch nicht, habe doch alles getan, warum ist es immer noch so schwierig, wo bleiben denn die Ergebnisse…?“</p>

<p>Ein Hoch kann man sich nur ganz leise und sanft erhalten.</p>

<p>Folgende Gründe scheinen mir dafür verantwortlich zu sein, dass trotz gutem Willens sich nicht die gewünschten Ergebnisse einstellen:</p>

<p>• Es geht immer um dauerhaftes Wachstum, denn das Leben fließt und steht nicht still &#8211; nicht: jetzt        habe ich das verstanden, verändert, erreicht und das war es…</p>

<p>• Manche Menschen glauben, man kann mal eben etwas Neues aufnehmen und kurzzeitig anwenden und schon muss alles anders sein &#8211; es ist verwunderlich, da schon ein kontinuierlicher Einsatz ausgewählter Methoden von 5 bis 15 Minuten pro Tag bereits wirklich schöne Ergebnisse zeigen, weil sie in die sog. Mitte bringen. 
Für sich selbst zu sorgen ist wichtig. Wie sorge ich aber für mich, wenn ich mir nicht die Zeit für mich selbst nehme?  „Die Woche ist zu voll, das schaffe ich nicht, ich bin zu müde, habe ich nicht dran gedacht, ich muss mich erst um alle meine Probleme kümmern (gut gemeint, aber leider lassen sich Probleme im Stress eher schlecht bewältigen)“…
Wer gestaltet denn mein Leben, meine Zeiteinteilung, meine Prioritäten? Es bleibt doch immer noch genug Lebenszeit zum Klagen, auch wenn eine kostbare halbe Stunde am Tag für Konstruktivität abgezweigt wird &#8211; immerhin 23,5 Stunden pro Tag! Das ist doch genug, oder? Und dafür bleibt dann noch die goldene Brücke von Thaddeus Golas: Ich liebe mich für mein Gemaule und Gejammere. Ich liebe mich für mein Nichts-Tun. Ich liebe mich dafür, dass ich auf alle und alles wütend bin, etc.</p>

<p>• Damit zeigt sich eines der größten Hindernisse: Die Nicht-Anerkennung von Realitäten jeglicher Art. „Ich bin auf Vorwärtskurs, also darf mir jetzt auch nichts Unerfreuliches mehr passieren.“ 
Sicherlich, sobald man nach einer Weile die Balance halten kann, verändert sich tatsächlich die eigene Realität zu einer angenehmeren. Aber zuerst steht die Akzeptanz und nichts anderes. Sonst bleibt man im Zensursystem und hebelt alles bereits Angenehme wieder aus.</p>

<p>• Oft wird der Wunsch hinter dem Wunsch nicht herausgefunden und so fehlt eben der gefühlte Wunsch. Ich kann den Wunsch vielleicht in Worten ausdrücken und ich denke, dass ich mir dies oder das wünsche. Aber wenn ich den Wunsch nicht wirklich in mir spüren kann &#8211; sehen, riechen, schmecken, die Vorfreude darauf &#8211; wird es mit der Erfüllung nur mäßig bis gar nicht klappen.</p>

<p>• Und ein ganz entscheidendes Kriterium für fehlende Erfüllung: Wenn ich mich nicht für Wert halte, dass sich mein Leben zum Besseren verändert. Das klingt für manche Menschen jetzt sicherlich etwas komisch. Aber es ist tatsächlich sehr häufig der Fall. Diese Blockade ist unglaublich mächtig. Je weniger Selbstwert ein Mensch besitzt, desto kleiner und verdaulicher müssen die Wünsche und Schritte sein. Und so können aus ganz kleinen Erfolgen immer größere werden, weil das Vertrauen in sich selbst wächst und auch das Gespür, es verdient zu haben.</p>

<p>Nun denn, Methoden gibt es viele. Jeder schaut für sich, welche ihm am angenehmsten ist und dann bleibt nur noch die kontinuierliche Umsetzung &#8211; ganz einfach also ;-)
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude mit Ihren kleinen und großen heilsamen Selbstdisziplinen (nicht zu verwechseln mit dem Gegenspieler der Eigenliebe &#8220;Perfektionismus&#8221;)!</p>

<p>Herzlichst</p>

<p>Eva-Maria Hanke</p>
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		<title>&#8220;Deine Aufmerksamkeit schenkt immer Leben&#8230;&#8221; (T. Golas)</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jun 2008 23:57:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Hanke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Satz von Thaddeus Golas scheint mir ein schöner Wegweiser in zwischenmenschlichen Beziehungen zu sein. Doch was ist, wenn wir uns von Menschen ausgebeutet fühlen, weil wir ihren Retter spielen sollen? Wie häufig kommt dies in Familien, Freundschaften und Partnerschaften vor? Wie oft kommen die Forderungen in einem schönen Mantel daher: &#8220;Du tust mir so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Satz von Thaddeus Golas scheint mir ein schöner Wegweiser in zwischenmenschlichen Beziehungen zu sein. Doch was ist, wenn wir uns von Menschen ausgebeutet fühlen, weil wir ihren Retter spielen sollen? Wie häufig kommt dies in Familien, Freundschaften und Partnerschaften vor? Wie oft kommen die Forderungen in einem schönen Mantel daher: &#8220;Du tust mir so gut&#8221; oder &#8220;was würde ich nur ohne dich machen&#8221;? &#8220;Du bist der einzige Mensch, der mich richtig versteht&#8221; usw. Und schon geht es los mit der &#8220;Holzbeinnummer&#8221; (&#8220;sieh doch, wie schlecht es mir geht&#8221;, &#8220;ich würde ja, aber es ist so schwer&#8221;, &#8220;ich kann das nicht verändern, weil&#8230;&#8221;) und das immer gleiche Lied wird abgespielt &#8211; bis zum Überdruss, bis wir nicht mehr wissen, wie wir reagieren sollen, bis wir uns genervt zurückziehen, um uns dann wieder &#8220;einfangen&#8221; zu lassen. Denn wir mögen diesen Menschen ja.</p>

<p>Was wir aber eigentlich tun, ist, auf sein Spiel der Hilflosigkeit einzugehen und dabei verwechseln wir häufig die Liebe mit Selbstaufgabe. Dazu kommt noch, dass wir den anderen damit schwächen, wenn wir ihm ständig Lösungen aufzeigen und so manches mal die Erfahrung dabei machen, dass unsere Motivation höher zu sein scheint, als desjenigen, der angeblich etwas verändern möchte. Die Selbstheilungskraft wird sozusagen ausgesetzt durch unsere Aktivität.</p>

<p>Mir gefällt die folgende Ausführung von Golas über das Prinzip der Gleichheit sehr gut:</p>

<p>„Das Prinzip der Gleichheit ist ein sicherer Führer, der uns sowohl vor einer törichten Leutseligkeit gegenüber verwirrter Menschen als auch vor einer selbst beschränkenden Ehrfurcht gegenüber überlegenen Menschen schützt&#8230;
Sage einfach: „Ich bin diesem gleichwertig; wir alle sind diesem gleichwertig.“ Andererseits, wenn jemand körperliche und geistige Krankheit hervorkehrt, Erniedrigung und Betrübnis, Hilflosigkeit und Verzweiflung, glaube einfach nicht, dass dies irgendein Beweis dafür ist, dass sein Potential geringer als deines sei. Wisse, dass alles, was du je getan hast, auch er tun kann. Stimme nicht blindlings seinem Spiel zu; reagiere nicht so, als ob das, was er tut, wirklich sei. Lass ihn das sein, was er ist, liebe ihn als deinen Bruder, empfinde Mitgefühl mit ihm, behandle ihn als einen Gleichwertigen. Fang mit dem Wissen an, dass er sich da selbst herausbringen kann. Lass ihn aber nicht unbedingt einfach links liegen, außer wenn du weißt, dass er die gleiche Schau schon immer und immer wieder bis zum Überdruss abgezogen hat. Deine Aufmerksamkeit schenkt immer Leben, sie wird ihm das Gefühl geben, gehalten und geliebt zu werden&#8230;Du kannst ihm sogar direkt sagen, dass du nicht an sein Spiel glaubst. Tu dies, während du seine Wunden verbindest, ihn mit Essen versorgst oder ihm Geld gibst. Handle nicht so, als seiest du ihm überlegen: Du bist es nicht, du bist ihm ebenbürtig&#8230;Es ist keine persönliche Beleidigung für dich, wenn jemand mit dir nicht einig ist, es ist ein Maßstab für seine Schmerzen…&#8221;.</p>

<p>So, und nun kommt der andere entscheidende Punkt:</p>

<p>&#8220;&#8230;wir sollten in einer Art helfen, die für uns keine Bindung an tiefere Schwingungen ergibt. D.h., wir sollten geben, was wir selbst an Gutem oder Bösem in den gleichen Umständen zu bekommen erwarten, und mit dem Wissen beginnen, dass alle Wesen gleichwertig sind.“  (T. Golas)</p>

<p>Ob man es nun &#8220;tiefere Schwingungen&#8221; nennt wie Golas oder &#8220;Drama-Dreieck&#8221; (Täter-Opfer-Retter), &#8220;Hilfe zur Selbsthilfe&#8221;, &#8220;Hilfloser Helfer&#8221;, &#8220;Liebe den Nächsten, wie dich selbst&#8221; oder, oder, oder&#8230; &#8211; gemeint ist: gesundes Geben in Beziehungen.</p>

<p>Diese Kombination ist es, die uns und den anderen schützt und wirklich hilfreich ist. Lieben, ja; Aufmerksamkeit schenken, ja; und doch nicht zum Preis der Selbstaufgabe &#8211; besonders dann nicht, wenn diese Menschen sich grenzenlos oder ein wenig unverschämt und fordernd benehmen. Wie sehr achte ich mich selbst, wenn ich einem anderen (im Namen der Liebe und Freundschaft) die Erlaubnis gebe, mich vor den Karren zu spannen oder gar abzuwerten, wenn ich seinen Forderungen nicht nachkomme? Er hält mir den Spiegel vor, nicht wahr?</p>

<p>Es geht einfach um die Balance zwischen Aufmerksamkeit sich selbst und einem anderen Menschen gegenüber. Es muss keine Entscheidung darüber getroffen werden, ob man nun genug liebt, wenn man auch die eigenen Bedürfnisse berücksichtigt. Es ist nützlich, sich ab und zu vor Augen zu führen, dass wir ja mit unserem Beistand hilfreich sein wollen und von daher dem anderen einen guten Dienst erweisen, nicht immer auf seine passiven Forderungen einzugehen.</p>

<p>In diesem Sinne wünsche ich Ihnen die Gelassenheit, auch mal für einen guten Zweck &#8220;Nein&#8221; zu sagen und dabei trotzdem zu lieben.</p>

<p>Herzliche Grüße 
Eva-Maria Hanke</p>
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